Fonds – Geld aus grüner Energie

Dazu schreibt die Frankfurter Rundschau online, hier ein Auszug: … Finanztest begutachtet Fonds, die in erneuerbare Stromquellen investieren. Einige Anbieter setzen aber auch ganz bewusst auf Atomkraft.

Wer erneuerbare Energien fördern möchte, braucht nicht gleich ein eigenes Wasserkraftwerk zu bauen. Zahlreiche Index- und Investmentfonds machen es Privatanlegern einfach, ihr Geld in „grüne“ Investments zu stecken. Stiftung Warentest hat einige der Anbieter geprüft.

Dabei stellten die Experten fest: Nicht überall, wo neue Energie draufsteht, ist auch neue Energie drin. Hinter Begriffen wie Klimawandel, saubere Energie und Umwelt könne sich alles Mögliche verbergen – auch Atomkraft, schrieben sie in der Juni-Ausgabe des Magazins Finanztest. So hielt der Fonds HSC GIF Climate Change einen gut zweiprozentigen Anteil an der Tokyo Electric Power Company, besser bekannt unter dem Kürzel Tepco.

Einige Fondsgesellschaften stellen daher Ausschlusskriterien für Wertpapiere auf. So verzichtet zum Beispiel der Sarasin New Energy Fund laut Prospekt auf Unternehmen, die mindestens ein Viertel ihres Umsatzes mit Kernenergie machen. Andere ungetestete Fonds setzen wiederum bewusst auf Atomkraft, weil sie die Technologie abgesehen von den Risiken als klimafreundlich bewerteten.

Insgesamt sieben aktiv gemanagte Investmentfonds sowie vier Indexfonds nahmen die Tester unter die Lupe. Einige der gemanagten Fonds seien in den vergangenen fünf Jahren besser gelaufen als die Indexfonds, berichten die Experten. Das liege vor allem an dem sehr weit gefassten Branchenbegriff, der auch Investitionen beispielsweise in Leuchtdioden-Hersteller ermögliche. Dort waren Aktienkurse in den vergangenen fünf Jahren teils auf das Zehnfache des Ursprungswerts gestiegen. Finanztest empfiehlt in dieser Fonds-Kategorie den SAM Smart Energy Fund mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von 3,5 Prozent.

Solche Renditen wiesen die Indexfonds in der Regel nicht auf. Allerdings könnten sich Anleger dort sicher sein, wo genau ihr Geld investiert wird, und Verwaltungskosten sparen.

Wie auch immer die Wahl ausfällt: Neue-Energien-Fonds eigneten sich aufgrund des Risikos nicht als Basisanlage, schrieben die Tester. Ein Depotanteil von zehn Prozent sollte nicht überschritten werden. Wer einen Großteil seines Geldes ethisch-ökologisch anlegen möchte, dem raten die Experten zu weltweit streuenden Nachhaltigkeitsfonds wie dem Green-Effects-NAI-Werte.

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